Webdesign und Usability

Die Grundregeln für die Benutzerfreundlichkeit oder neudeutsch Usability im Webdesign sind dieselben, die auch für jede andere Benutzerschnittstelle gelten. Zuallererst heißt es “weniger ist mehr”, oder KISS – Keep It Small and Simple, halte es klein und einfach. Natürlich gibt es darüber hinaus auch Regeln für die speziellen Bedingungen einer Web-Oberfläche, beide stellt der folgende Text vor.

Benutzerfreundlichkeit im Allgemeinen

Den Grundsatz “weniger ist mehr” kann man auch in Zahlen fassen. Die Daumenregel lautet, maximal 3 verschiedene Schriften und höchstens 7 Menüeinträge. Auch beim Logo Design ist weniger oft mehr. Verschachtelte Menüs, bei denen einzelne Einträge Untermenüs aufklappen, sind aber ebenfalls nicht benutzerfreundlich. Ein häufig anzutreffendes Beispiel für das Problem, das hieraus entsteht, sind Länder- oder Sprachauswahl-Menüs, die man seitenweise durchlaufen muss um ans Ende zu gelangen.

Usability im Webdesign

Blinkender Text ist ein gutes Beispiel für schlechtes Webdesign. Er behindert das Lesen, weil man immer wieder warten muss, bis der Text wieder erscheint, um weiterlesen zu können. Blinkender Text soll Aufmerksamkeit erregen und ist darum meist auf Webseiten zu finden, die mit Reizen so überladen sind, dass die wichtigen Elemente untergehen.

Eine Hilfe für die Verbesserung der Usability von Webdesign wurde 1996 mit den Cascading-Style-Sheets (CSS) eingeführt. Dadurch ist es möglich, Inhalt und Form zu trennen, Änderungen am Layout sind unabhängig von Änderungen des Inhalts möglich. Beispielsweise kann man eine unsortierte Liste im HTML-Text mit Hilfe von CSS nicht nur als Liste, sondern auch als Menü darstellen. Die Trennung von Inhalt und Form erleichtert es, einen Webauftritt einheitlich zu gestalten, was die Benutzerfreundlichkeit verbessert.

Ein spezielles Problem im Webdesign ergibt sich aus den unterschiedlichen Größen und Formaten, in denen Webseiten angezeigt werden. Der Ansatz, dem Benutzer die Größe “empfohlene Auflösung” (und möglicherweise sogar die Browsersoftware) vorzuschreiben, ist unter dem Gesichtspunkt Usability, der schlechteste. Das wurde spätestens mit der Verbreitung mobiler Endgeräte für den Internetzugang deutlich. Der HTML-Standard bietet von Anfang an als bessere und empfohlene Lösung die Möglichkeit an, relative Maße zu verwenden. Das heißt, die Größe eines Elements wird nicht in Zentimetern oder einer pseudo-absoluten Maßeinheit wie die Anzahl der Pixel angegeben, sondern zum Beispiel in Prozent der Größe der ganzen Seite oder eines übergeordneten Elements, oder relativ zur Schriftgröße. Werden relative Maße verwendet, dann kann eine Seite in vielen verschiedenen Größen in gleicher Qualität angezeigt werden.

Kommentar schreiben

0 Kommentare.

Kommentar schreiben


Hinweis - Du kannst dies benutzenHTML tags and attributes:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>